Außenstelle Heidelberg

 

Festung Europa?

Ein Planspiel zur Asyl- und Flüchtlingsproblematik in der EU

© Europäische Kommission

Die Bilder von überladenen Flüchtlingsbooten und überfüllten Auffanglagern haben in den letzten Jahren die öffentliche Aufmerksamkeit verstärkt auf die Flüchtlingspolitik gelenkt. Seit die Binnengrenzen in der EU gefallen sind, kontrollieren die Mitgliedstaaten die Außengrenzen gemeinsam. Flüchtlinge und Asylsuchende sind deshalb nicht mehr nur eine Aufgabe, der sich die jeweiligen Einzelstaaten stellen müssen, sondern es ist eine gemeinsame Aufgabe aller EU-Staaten. Kritiker werfen der EU vor, sie errichte mit ihrer Politik eine „Festung Europa“ und widerspreche damit ihren eigenen humanitären Werten. Die südlichen Länder der EU fühlen sich von der Situation, bedingt durch Bürgerkriege und Armut in anderen Teilen der Welt, überfordert und verlangen eine gemeinsame Strategie der EU. Die bisherigen Beschlüsse wurden immer wieder nachverhandelt und lösen das Problem nur punktuell.


Jahr der Erstellung: 2011/12 (3. aktualisierte Auflage 2016)

Ausgearbeitet von: Steffi Christ, Dr. Alexander Ruser, LpB Heidelberg

Überarbeitet von: Björn Nepple, Robby Geyer, LpB Heidelberg

Anzahl der Spielenden: mind. 15, max. 40

Zeitlicher Umfang: ca. 5 Std. (inkl. Einführung und Auswertung)

Zielgruppe: ab Klasse 10, alle Schularten

 

Inhalt und Zielsetzung: Das Planspiel stellt eine Sitzung des Europäischen Rates nach, bei der über die Flüchtlingsproblematik beraten und über eine gemeinsame Politik entschieden werden soll. Die Teilnehmer nehmen die Rollen der Staats- und Regierungschefs sowie der Innenminister von verschiedenen europäischen Staaten ein. Vertreten sind auch der EU-Ratspräsident sowie der EU-Innenkommissar und der Präsident der Europäischen Kommission. Alle gemeinsam müssen versuchen, trotz unterschiedlicher Positionen zu einer gemeinsamen Politik zu gelangen. Nur dadurch kann die EU zeigen, dass sie entschieden handeln kann.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch diese Simulation, wie der Prozess der Politikgestaltung auf höchster Ebene abläuft und sie können erkennen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die verschiedenen Positionen von zur Zeit 28 Mitgliedsstaaten unter einen Hut zu bekommen.

Grober Ablaufplan: Einleitung des Gipfels und Vorstellung des Themas durch den Ratspräsidenten - Statements der Staats- und Regierungschefs - Einschätzung der EU-Innenkommissarin - Offene Debatte - Abschlussstatements - Ergebnis

 

 

 

Zusatzmaterialien

 

42 Namensschilder

18 Länder (jeweils 2 Vertreter)

3 x EU-Vertreter

3 x Presse

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21 Tischschilder

18 Länder

2 x EU-Vertreter

1 x Presse

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Einführung ins Planspiel

Download (Stand: Oktober 2017)