Außenstelle Heidelberg

 

Mobil in Europa

Ein Planspiel zur Migration im EU-Binnenmarkt

Europa wächst zusammen. Seit vielen Jahren ist es für die Menschen in der Europäischen Union selbstverständlich, ohne Beschränkungen zu reisen; in den meisten Fällen sogar ohne noch einen Ausweis an einer Grenze vorzeigen zu müssen. Die Möglichkeit wird dabei nicht nur von Menschen in ihrer Freizeit wahrgenommen, wenn es gilt, den Urlaub zu planen und zu verbringen. Immer mehr Menschen nutzen diese Freiheit auch, um in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union zu arbeiten, Arbeit zu suchen und vielleicht auch dauerhaft zu leben. Mobilität wird so zu transnationaler Migration. Dieses Recht einzuschränken kann bis zu einer Klage der »Europäischen Kommission« vor dem »Europäischen Gerichtshof« führen, wie der Fall der Abschiebung von Roma aus Frankreich im Sommer 2010 zeigt. Ein Planspiel zur Migration im EU-Binnenmarkt kann hier Einsichten und Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven vermitteln.


Jahr der Erstellung: 2011

Ausgearbeitet von: Holger-Michael Arndt, Markus W. Behne und Goce Peroski, CIVIC-Institut für internationale Bildung - im Auftrag der LpB

Anzahl der Spielenden: mind. 25, ideal für Großgruppen

Zeitlicher Umfang: ca. 5 bis 6 Std.

 

Inhalt und Zielsetzung: Das Planspiel stellt die Verhandlungen über einen von der Europäischen Kommission eingebrachten Gesetzesentwurf zur Verbesserung der sozialen Rechte von Arbeitnehmer/innen im Binnenmarkt der Europäischen Union nach. Im Rahmen des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens sollen unter Beteiligung des Europäischen Parlaments und des Rats der Europäischen Union gemeinsame Regeln für einen sozialen Mindestschutz aufgestellt werden. Das Planspiel soll die Teilnehmer mit dem Europäischen Gesetzgebungsverfahren vertraut machen sowie die daran beteiligten europäischen Institutionen vorstellen. Die Teilnehmer nehmen die Rollen der Mitglieder der Kommission, der Presse, des Europarates (Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Nordirland, Polen, Portugal, Slowakei) sowie Mitglieder der verschiedenen Fraktionen im Europäischen Parlament (Europäische Volkspartei, Sozialisten und Demokraten, Allianz der Liberalen und Demokraten, Die Grünen, Vereinigte Europäische Linke/ Nordische Grüne Linke) ein.

Grober Ablaufplan: Einleitung - Eröffnungsrede des EU-Kommissar - Gruppenarbeit zur Strategiebildung - Gesetzgebungsprozess (unterbrochen durch kurze Pressekonferenzen) - informelle Gespräche - Abschlussdebatte und Abstimmung - Abschließende Pressekonferenz


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